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POTENTIALE UND RISIKEN DES PHARMAZEUTISCHEN ENHANCEMENTS PSYCHISCHER EIGENSCHAFTEN - [English]


Duration:

Jul 2006 - Apr 2008

Funding body:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Contact:

Dr. phil. Thorsten Galert, M.A.

Wilhelmstr. 56

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Germany

Phone: +49 (0) 2641 973-307

E-Mail: thorsten.galert@ea-aw.de URL: http://www.ea-aw.de

Head:

Project Coordination:

Dr. phil. Thorsten Galert, M.A., Bad Neuenahr-Ahrweiler

Member:

Project Group (Co-project supervisors):

Dr. phil. Thorsten Galert, M.A., Bad Neuenahr-Ahrweiler,

Professor Dr. med. Isabella Heuser, Berlin

Professor Dr. jur. Reinhard Merkel, Hamburg

Professor Dr. med. Bettina Schöne-Seifert, Münster

Project associates:

Christoph Bublitz, LL.B., Hamburg

Dimitris Repantis, M.D., Berlin

Davinia Talbot, M.A., Münster

Short Description:

Der Begriff Enhancement steht im Zentrum einer Debatte über die Anwendung medizinischer und technischer Möglichkeiten zur Verbesserung menschlicher Eigenschaften über das „normale“ bzw. „nicht krankhaft veränderte“ Maß hinaus. Ein Teil dieser Debatte befasst sich mit Zukunftsszenarien, in denen Beschränkungen der conditio humana durch Einsatz neuro-bionischer Implantate und andere avancierte Techniken überwunden werden (vgl. Projekt „Eingriffe in die Psyche. Neue Interventionsmöglichkeiten als gesellschaftliche Herausforderungen“).
Für die optimierende Einflussnahme auf kognitive Fähigkeiten oder die emotionale Befindlichkeit bieten sich derzeit jedoch am ehesten Möglichkeiten im Bereich der Psychopharmakologie. So wird bestimmten Antidepressiva nachgesagt, sie könnten auch gesunden Menschen dazu verhelfen, sich „besser als gut“ zu fühlen. Andere Präparate, die für die Behandlung von Demenzpatienten entwickelt wurden, sollen auch jenseits dieser Personengruppe einen förderlichen Einfluss auf Gedächtnis und Aufmerksamkeit haben. Selbst ohne zuverlässige Belege für diese Wirkweisen sind offenbar immer mehr gesunde Menschen daran interessiert, durch die Einnahme von Psychopharmaka ein Enhancement psychischer Eigenschaften zu erzielen.
Im Rahmen der von der Europäischen Akademie koordinierten Forschungskooperation sollen zunächst definitorische Probleme des Enhancement-Begriffs angegangen werden. Auf geklärter begrifflicher Grundlage wird sich ein medizinisches Teilprojekt mit der Auswertung wissenschaftlicher Belege für Enhancement-Wirkungen verfügbarer psychotroper Substanzen befassen und Entwicklungsperspektiven aufzeigen. Vor diesem Hintergrund soll die Relevanz und Dringlichkeit verschiedener ethischer und rechtlicher Fragen beurteilt werden, die der gesellschaftliche Trend zum Enhancement durch Psychopharmaka aufwirft. Sodann werden die Mitglieder des Forschungsverbunds den wichtigsten normativen Problemen nachgehen, die zum einen das Individuum betreffen, das mit pharmazeutischen Mitteln verbessernd auf seine Psyche einzuwirken versucht, zum anderen auf soziale Folgen einer um sich greifenden Nutzung solcher Mittel abzielen.

Keywords

brain research – codes of ethics – disability – disease – end of life – ethics of science – human experimentation – medical ethics – medical ethos – psychiatry – psychology – technology assessment – technology ethics

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