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Selektion aufgrund Genetischer Diagnostik? - [English]


Duration:

Aug 1998 - Jan 2002

Funding body:

DFG Förderinitiative Bioethik

Contact:

Institut für Wissenschaft und Ethik (IWE)

Bonner Talweg 57

53113 Bonn

Germany

Phone: +49-(0)228-3364-19 20 Fax: +49-(0)228-3364-1950

E-Mail: iwe@iwe.uni-bonn.de URL: http://www.iwe.uni-bonn.de

Head:

Bergdolt, Klaus (Prof. Dr. Dr.)

Honnefelder, Ludger (Prof. Dr. Dr.)

Schreiber, Hans-Ludwig (Prof. Dr. Dr.)

Member:

Diedrich, Klaus (Prof. Dr.)

Hepp, Herrmann (Prof. Dr.)

Honecker, Martin (Prof. Dr.)

Küpker, Wolfgang (Dr.)

Laufs, Adolf (Prof. Dr. Dr.)

Schwinger, Eberhard (Prof. Dr.)

Sipe, Ludwig (Prof. Dr.)

Zerres, Klaus (Prof. Dr.)

Schneider, Susanne

Woopen, Christiane (Dr.)

Short Description:

Genetische Diagnostik im Rahmen einer in vitro -Fertilisation ist seit Anfang der 90er Jahre technisch möglich geworden. Sie kann als Präfertilisationsdiagnostik an Polkörpern der zu befruchtenden Eizelle oder als Präimplantationsdiagnostik an einzelnen totipotenten oder pluripotenten Blastomeren des entstandenen Embryos durchgeführt werden. Das Projekt setzt sich bezüglich der medizinischen Aspekte mit den technischen Möglichkeiten der Diagnostik, mit den Vor- und Nachteilen der Präfertilisations- im Vergleich zur Präimplantationsdiagnostik sowie mit den Anwendungsbereichen und schließlich mit der Akzeptanz in ausgewählten Bevölkerungsgruppen auseinander.

Die Erörterung der ethischen Problematik geht insbesondere auf drei Aspekte ein.

(1) Zuerst wird danach gefragt, wie die der Diagnostik folgende Selektion von Eizellen bzw. Embryonen handlungstheoretisch zu beschreiben ist, um sie einer ethischen Analyse unterziehen zu können. In diesem Zusammenhang werden z.B. Fragen des moralischen Status, des Krankheitsverständnisses der Humangenetik, des Arztvorbehaltes, der ethischen Funktion von Rahmenvorgaben etc. erörtert.

(2) Des weiteren wird untersucht, wodurch sich ärztliche Selektionsentscheidungen in anderen Handlungsbereichen auszeichnen, um deren Legitimation hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf die Selektion im Rahmen der in vitro -Fertilisation zu prüfen.

(3) Schließlich wird ausgehend vom Menschenrechtsgedanken gefragt, inwieweit die Rechte auf Leben, auf körperliche Unversehrtheit und auf Selbstbestimmung im beschriebenen Handlungsfeld relevant werden, wie mit dem Fall konfligierender Rechte umgegangen werden kann und inwiefern ein Recht auf Fortpflanzung denkbar ist.

Die drei Ansätze ethischer Analyse nehmen jeweils Bezug auf die bereits reichhaltige Diskussion im Bereich der Pränataldiagnostik - nicht zuletzt, weil das Argument, mit der Präfertilisations- bzw. Präimplantationsdiagnostik könnten Schwangerschaftsabbrüche vermieden werden, als eines der Hauptargumente der Befürworter dieser Methoden angeführt wird.

Keywords

abortion – genetic testing / counseling – in vitro fertilisation – medical ethics – preimplantation diagnosis – prenatal diagnosis

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