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Der Status des extrakorporalen Embryos in interdisziplinärer Perspektive - [English]


Duration:

Oct 2002 - Feb 2006

Funding body:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Contact:

Maio, Giovanni (Prof. Dr.)

Lehrstuhl für Bioethik

Stefan-Meier-Strasse 26

79104 Freiburg

Germany

Phone: +49-(0)761-203-5034 Fax: +49-(0)761-203-5032

E-Mail: maio@sfa.ukl.uni-freiburg.de URL: http://www.ivp-see.uni-freiburg.de/EmbryoFrames.htm

Head:

Maio, Giovanni (PD Dr.)

Member:

Bengel, Jürgen (Prof. Dr. Dr.)

Degele, Nina (Prof. Dr.)

Diedrich, Klaus (Prof. Dr.)

Engels, Eve-Marie (Prof. Dr.)

Eser, Albin (Prof. Dr. Dr.)

Keck, Christoph (PD Dr.)

Nippert, Irmgard (Prof. Dr.)

Peteres, Christoph (Prof. Dr.)

Schockenhoff, Eberhard (Prof. Dr.)

Sippel, Albrecht E. (Prof. Dr.)

Stark, Björn (Prof. Dr.)

Wahl, Rainer (Prof. Dr.)

Wolff, Gerhard (Prof. Dr.)

Wolfrum, Rüdiger (Prof. Dr. Dr.)

Short Description:

Das Verbundprojekt möchte durch die Verzahnung verschiedener Disziplinen und damit auch verschiedener methodischer Ansätze einen Mehrwert an Erkenntnis generieren. Es sind vier zentrale Projektziele formuliert worden. 1. Projektziel: Erhebung der disziplinenspezifischen Prämissen in der Bewertung des extrakorporalen Embryos. Der extrakorporale Embryo ist Gegenstand einer kontroversen Diskussion, gerade weil es keine Wissenschaft gibt, die für sich alleine eine Definitionsmacht über dessen Status beanspruchen kann. Die Frage nach dem Status des extrakorporalen Embryos sollte daher nur interdisziplinär beantwortet werden. Jede Disziplin geht bei der Bewertung des extrakorporalen Embryos von eigenen Prämissen aus, die meist nur implizit mitschwingen. Gerade diese unartikulierte Präsenz von Vorannahmen erschwert den Dialog zwischen den Disziplinen und zwischen den gesellschaftlichen Gruppen. So sollen in einem ersten Schritt diese disziplinenspezifischen Vorannahmen bewußt und kenntlich gemacht werden, um damit die etwaigen Differenzen in der Bewertung des extrakorporalen Embryos herauszuarbeiten. 2. Projektziel: Erarbeitung einer Kriteriologie zur moralischen und rechtlichen Bewertung des extrakorporalen Embryos. Im wechselseitigen Kenntlichmachen der jeweiligen disziplinenspezifischen Vorverständ-nisse liegt ein hohes Potenzial einer Korrektivwirkung, da die jeweiligen Einsichten in die Prämissen anderer nicht ohne Auswirkungen auf die kritische Beurteilung der eigenen Prämissen bleiben. Das unmittelbare Ziel einer Verzahnung dieser unterschiedlichen Sichtweisen besteht darin, eine konsistente Kriteriologie zu erarbeiten, die für die Bewertung des extrakorporalen Embryos bedeutsam ist. Es wird geprüft, ob traditionellnormative Kategorien bruchlos auf die neuen Phänomene anwendbar sind. Ausgangsbasis des Projektes sind vier Kriterien, die sich aus einer ersten interdisziplinären Bearbeitung bisher herauskristallisiert haben: (a) Entstehungsart, (b) Aufenthaltsraum, (c) Zielsetzung und (d) Artspezifität. Diese Ausgangskriteriologie ist als eine offene Kriteriologie zu begreifen, die im Rahmen des Projektes differenziert und erweitert werden kann, um damit zu einem geschärften Untersuchungsinstrumentarium zu gelangen. 3. Projektziel: Vorbereitung konkreter Regelungsvorschläge zum Umgang mit dem extrakorporalen Embryo. Die interdisziplinär erarbeiteten Kriterien sind Voraussetzung für konkrete Regelungsvorschläge zum Umgang mit dem extrakorporalen Embryo. Für dieses Projektziel bedarf es auf der einen Seite eines besonders intensiven Austauschs mit den Erzeugern extrakorporaler Embryonen und mit den Wissenschaftlern, die die Anwendung dieser Embryonen zumindest im Tierversuch erproben. Gleichzeitig bedarf es der Erarbeitung eines tragfähigen Konzepts, um einen verantwortbaren verfahrenstechnischen Umgang mit den Fragen festzulegen, die sich einer eindeutigen, für alle Beteiligten zustimmungsfähigen Lösung hartnäckig widersetzen. Hierbei ist unter anderem zu klären, welchen Umgang subjektive Gewißheiten erfahren sollen. Eine weitere wesentliche Fragestellung in diesem Zusammenhang besteht darin herauszuarbeiten, wie sich Molekularbiologen und Mediziner durch Ethik, Recht und Öffentlichkeit beeinflussen lassen und was ihre Desiderate an die Politik sind. Daraus kann rein pragmatisch abgelesen werden, welche Vorkehrungen notwendig sind, um das Recht durchsetzbar zu machen. Die Formulierung konkreter Handlungsempfehlungen bildet den Abschluß des Projekts. 4. Projektziel: Etablierung einer tragfähigen interdisziplinären Forschungs-struk-tur. Über diese unmittelbaren Projektziele hinaus soll die bereits laufende disziplinenübergreifende Kooperation intensiviert werden. Der Forschungsverbund soll über die Projektphase hinaus Bestand haben und kann als Plattform interdisziplinärer Folgeprojekte dienen. Darüber hinaus soll die Kooperation mit dem Interfakultären Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen (Prof. Dr. Eve-Marie Engels), die bereits durch das vom IZEW organisierte Ethik-Netzwerk Baden-Württemberg besteht, in die Antragstellung intensiviert werden.

Keywords

beginning of life – embryo research – embryonic stem cells – in vitro fertilisation – medical ethics – preimplantation diagnosis

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